Ein Prepper ist eine Person, die sich mit eigenen Maßnahmen auf Katastrophen und Krisen vorbereitet; diese Vorbereitung heißt Prepping. Das Wort kommt vom englischen „to prepare“; der Duden verzeichnet es mit dem Hinweis „Jargon“. Der gemeinsame Kern mit der offiziellen Krisenvorsorge ist der Vorrat: Das BBK empfiehlt jedem Haushalt einen Vorrat für möglichst 10 Tage, zumindest für 3 Tage. Prepper gehen je nach Person darüber hinaus.
Was ist ein Prepper, und was bedeutet Prepping?
Prepper sind Personen, die sich mit individuellen Maßnahmen auf verschiedene Arten von Katastrophen vorbereiten; Prepping ist der Name für diese Vorbereitung.
Zu den Maßnahmen von Preppern gehören laut Wikipedia zum Beispiel Lebensmittelvorräte, Schutzbauten, Schutzkleidung sowie Training in Erster Hilfe und Survival. Diese Seite behandelt nur die Vorsorge, die auch das BBK beschreibt. Den Begriff „Prepper“ verwendet das BBK weder im Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (Stand 11/2025) noch in der Checkliste; die Behörde spricht von Notfallvorsorge.
Der Duden führt „Prepper“ als maskulines Substantiv mit dem Hinweis „Jargon“; „preppen“ ist das zugehörige Verb. Der Begriff ist eine Selbstbezeichnung und keine amtliche Kategorie.
Woher kommt das Wort Prepper? Von englisch „to prepare“
„Prepper“ stammt aus dem Englischen und geht auf „to prepare“ (vorbereiten) zurück; die Szene selbst entstand nach Angaben der Wikipedia in den 1970er Jahren in den USA.
- Wortherkunft: Der Duden nennt als Herkunft englisch „prepper“, zu „to prepare“. Die Wikipedia verweist zusätzlich auf den Pfadfindergruß „Be prepared“ („Allzeit bereit“).
- Ursprung der Szene: Die Prepper-Szene entstand laut Wikipedia in den 1970er Jahren in den USA. Als Auslöser des Wachstums in Europa nennt die Wikipedia unter anderem die Finanzkrise ab 2007, die Covid-19-Pandemie und den russisch-ukrainischen Krieg.
- Im Deutschen: „preppen“ und „Prepper/Prepperin“ gehören laut Dudenverlag zu den neuen Wörtern der 28. Auflage des Rechtschreibdudens (2020).
Was tun Prepper? Vorrat, Ausrüstung und Fähigkeiten
Prepper bauen in drei Bereichen Vorsorge auf: Vorrat (Essen, Wasser, Medikamente), Ausrüstung (zum Beispiel Licht, Wärme, Kochmöglichkeit, Radio) und Fähigkeiten (zum Beispiel Erste Hilfe).
- Vorrat: Eine Prepper-Liste ist eine Vorrats- oder Einkaufsliste, die nicht an die BBK-Empfehlung gebunden ist. Ein Vergleich mit der BBK-Checkliste steht im Abschnitt Prepper-Liste als PDF.
- Ausrüstung: Welche Ausrüstungsbereiche sich aus der BBK-Checkliste ableiten lassen, zeigt der Abschnitt Prepper-Ausrüstung.
- Fähigkeiten: Erste Hilfe gehört auch zur Vorsorge nach BBK; Survival-Training nennt die Wikipedia als Teil der Prepper-Szene.
Was ist der Unterschied zwischen Prepping und der BBK-Vorsorge für jeden Haushalt?
Der Unterschied liegt vor allem im Umfang und im Zeitraum: Das BBK empfiehlt jedem Haushalt einen Vorrat für möglichst 10 Tage (zumindest 3 Tage), Prepping ist nicht an diese Grenze gebunden.
| Bereich | Was das BBK jedem Haushalt empfiehlt | Was darüber hinausgehen kann |
|---|---|---|
| Zeitraum | Möglichst 10 Tage, zumindest 3 Tage; schrittweise aufbauen | Der BLE-Vorratskalkulator rechnet für 1 bis 28 Tage; das Prepper-Beispiel von prepper-listen.de rechnet mit 1 Monat für 2 Personen |
| Wasser | Idealerweise 2 Liter pro Person und Tag, davon 0,5 Liter zum Kochen | Mehr Tage bedeuten proportional mehr Wasser; zur Aufbereitung siehe Wasserfilter |
| Lebensmittel | Haltbare Lebensmittel nach der BLE-Vorratstabelle (2.200 kcal pro Person und Tag) | Das Prepper-Beispiel nennt auch Kochzutaten und Genussmittel wie Gewürze, Kaffee und Honig |
| Ausrüstung | Checkliste unter anderem zu Essen und Trinken, Hausapotheke, Hygiene, Notgepäck, Stromausfall und Brandschutz | Laut Wikipedia auch Schutzbauten und Schutzkleidung |
| Fähigkeiten | Erste Hilfe bei medizinischen Notfällen, Verhalten bei einem Brand | Survival-Training (Wikipedia) |
| Begriff | „Notfallvorsorge“; das Wort „Prepper“ steht weder im Ratgeber noch in der Checkliste | Selbstbezeichnung („Prepper“, „Prepping“) |
Der Vorrat nach BBK-Empfehlung ist der sinnvolle Mindeststandard für jeden Haushalt. Alles darüber hinaus ist eine persönliche Entscheidung nach Platz, Budget und eigener Risikoeinschätzung. Eine aktuelle behördliche Empfehlung für Haushaltsvorräte über 10 Tage gibt es nicht.
Wie viele Prepper gibt es in Deutschland? Es gibt keine amtliche Zahl
Eine amtliche Zahl gibt es nicht: Der Bundesregierung lagen nach ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage vom Januar 2019 keine Erkenntnisse zur Größenordnung der Prepper-Bewegung vor.
Prepper sind keine Organisation mit Mitgliedslisten: Wer sich so nennt, tut es freiwillig. Das bayerische Innenministerium schrieb im Januar 2018, dass sich über Größe und Struktur der Szene keine Aussagen treffen lassen, weil sie nicht vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Zahlen, die im Internet kursieren, sind deshalb Schätzungen ohne amtliche Grundlage.
Wie viele Menschen in Deutschland haben einen Vorrat? 51 Prozent für mindestens 3 Tage
51 Prozent der Wahlberechtigten haben nach eigenen Angaben einen Vorrat für Krisensituationen angelegt, um die Versorgung mit Wasser, Essen oder Medikamenten für mindestens 3 Tage sicherzustellen. Das ergab eine YouGov-Umfrage im Auftrag der dpa vom 9. bis 12. Januar 2026 unter 2.080 Wahlberechtigten. Drei Tage entsprechen der Einstiegsempfehlung des BBK; ob sich jemand als Prepper versteht, hat die Umfrage nicht erhoben.
Warum hat das Wort „Prepper“ einen schlechten Ruf? Das Beispiel Nordkreuz
Das Wort wird mit Rechtsextremismus in Verbindung gebracht, weil Ermittlungen gegen Gruppen wie „Nordkreuz“ in Mecklenburg-Vorpommern bekannt wurden. Nach Angaben der Bundesregierung ist die Zugehörigkeit zur Prepper-Szene für sich genommen aber kein Anhaltspunkt für verfassungsfeindliche Bestrebungen.
- Nordkreuz: Nach der Antwort der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern auf eine Kleine Anfrage (Januar 2019) führt der Generalbundesanwalt die Ermittlungen im Zusammenhang mit der Gruppierung „Nordkreuz“ wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat (§ 89a StGB).
- Einordnung der Bundesregierung: In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage (Januar 2019) schreibt die Bundesregierung, dass einzelne Personen und Gruppen der rechtsextremistischen Szene „prepper-ähnliche“ Verhaltensweisen zeigen, die Zugehörigkeit zur „Prepper-Szene“ für sich genommen aber keinen tatsächlichen Anhaltspunkt für verfassungsfeindliche Bestrebungen darstellt. „Ungeachtet der Intensität von Vorbereitungshandlungen ist eine Krisenvorsorge nicht als extremistisch zu bewerten.“
- Abgrenzung: Organisierte Prepper-Gemeinschaften haben sich laut Wikipedia von Reichsbürgern, rechten Gruppierungen und Verschwörungstheoretikern distanziert.
Einzelne Fälle sagen nichts über Menschen, die einen Vorrat anlegen. Brennpunkt24 verlinkt keine Seiten, die Verschwörungserzählungen oder Staatsfeindlichkeit verbreiten.
Ist Prepping sinnvoll? Der BBK-Vorrat ja, alles darüber hinaus ist Ihre Entscheidung
Der Teil, den das BBK jedem Haushalt empfiehlt, ist sinnvoll: Ein Vorrat für zumindest 3 Tage „hilft schon sehr. Darauf können Sie schrittweise aufbauen“, schreibt das BBK.
Das BBK schreibt außerdem, dass alle Vorsorgemaßnahmen „sowohl in einem Katastrophenfall als auch in einem Spannungsfall oder Verteidigungsfall hilfreich sein können“. Ob und wie weit Sie darüber hinausgehen, hängt von Wohnsituation, Budget, Lagerplatz und Haushalt ab, etwa von Kindern, Pflegebedürftigen oder regelmäßig benötigten Medikamenten. Das BBK schreibt selbst: „Vorbereitung muss nicht aufwendig sein. Sie ist aber oft sehr individuell.“ Der Vorrat sollte zum Alltag passen: Was Sie nie verbrauchen, läuft ab.
Wo fange ich mit der Vorsorge an? Die Seiten für den Einstieg
Beginnen Sie mit dem Vorrat für 3 Tage und bauen Sie ihn nach BBK-Empfehlung auf 10 Tage aus; die folgenden Seiten gehen jeden Schritt einzeln durch.
- Vorrat berechnen: Notvorrat-Liste für 10 Tage mit Rechner und Druckfunktion.
- Trinkwasser: Wasservorrat anlegen.
- Notgepäck: Packliste für das Notgepäck.
- Stromausfall: Stromausfall: Was tun?
- Ausrüstung: Ausrüstung im Überblick.
- Offizielle Empfehlung: BBK-Ratgeber: Was hat sich geändert?
- Krieg und Verteidigungsfall: Krieg in Deutschland: Vorbereitung nach BBK.
Häufige Fragen
Was ist ein Prepper einfach erklärt?
Ein Prepper ist eine Person, die sich mit eigenen Maßnahmen auf Krisen und Katastrophen vorbereitet, zum Beispiel mit einem Vorrat an Wasser und Lebensmitteln; das BBK empfiehlt jedem Haushalt einen solchen Vorrat für möglichst 10 Tage.
Woher kommt das Wort Prepper?
Aus dem Englischen: Der Duden nennt als Herkunft „prepper“, zu „to prepare“ (vorbereiten); die Szene entstand laut Wikipedia in den 1970er Jahren in den USA.
Wie viele Prepper gibt es in Deutschland?
Eine amtliche Zahl gibt es nicht: Der Bundesregierung lagen 2019 keine Erkenntnisse zur Größenordnung der Prepper-Bewegung vor, und die Szene unterlag in Bayern laut Innenministerium (Januar 2018) nicht dem Beobachtungsauftrag des Landesamts für Verfassungsschutz.
Ist Prepping sinnvoll?
Das BBK empfiehlt jedem Haushalt einen Vorrat für möglichst 10 Tage und schreibt, dass schon 3 Tage „sehr“ helfen; was darüber hinausgeht, ist eine persönliche Entscheidung ohne behördliche Mengenvorgabe.
Sind Prepper rechtsextrem?
Nein. Nach Angaben der Bundesregierung (2019) ist die Zugehörigkeit zur Prepper-Szene für sich genommen kein Anhaltspunkt für verfassungsfeindliche Bestrebungen, und Krisenvorsorge ist „ungeachtet der Intensität“ nicht als extremistisch zu bewerten. Einzelne Gruppen wie „Nordkreuz“ waren Gegenstand von Ermittlungen.
Was sollte man als Prepper zu Hause haben?
Als Grundlage Trinkwasser (idealerweise 2 Liter pro Person und Tag), haltbare Lebensmittel, Medikamente, Licht, Radio und Notgepäck nach der BBK-Checkliste; alles darüber hinaus ist individuell.
Quellen
- Duden: Prepper, abgerufen 04.10.2026
- Wikipedia: Prepper, abgerufen 04.10.2026
- Dudenverlag: Pressemappe zur 28. Auflage, 08/2020
- Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung „Prepper in Bundeswehr und Sicherheitsbehörden“ (Drucksache 19/6941), 10.01.2019
- Bayerischer Landtag: Erkenntnisse über die bayerische „Prepper-Szene“ (Drucksache 17/20527), Antwort vom 25.01.2018
- Landtag Mecklenburg-Vorpommern: Ermittlungs- und Disziplinarmaßnahmen bezüglich der Gruppierung Nordkreuz (Kleine Anfrage, Drucksache 7/3003), Antwort vom 22.01.2019
- Deutscher Bundestag: Meldung zur Prepper-Szene (hib), 21.01.2019
- Volksstimme/dpa: Knappe Mehrheit hat Vorräte für Krisen angelegt (YouGov-Umfrage, 9. bis 12.01.2026), abgerufen 04.10.2026
- BBK: Vorsorge, abgerufen 04.10.2026
- BBK: Zivilschutz: Vorsorgeempfehlungen, abgerufen 04.10.2026
- BBK: Vorsorgen für Krisen und Katastrophen, 2. Aufl., Stand 11/2025
- BLE: Vorratskalkulator (1 bis 28 Tage), abgerufen 04.10.2026
- prepper-listen.de: Prepper-Einkaufsliste (PDF, 4 Seiten), Vergleichsbeispiel, abgerufen 04.10.2026