Es gibt Filme, bei denen man sich fragt, ob das Drehbuch oder das Casting zuerst da war – und ob überhaupt eines von beidem wirklich durchdacht wurde. After Truth ist der dritte Teil der After-Filmreihe, basierend auf den Romanvorlagen von Anna Todd, und er setzt dort fort, wo seine Vorgänger aufgehört haben: mit dramatischen Liebesturbulenzen, tränenreichen Blicken und einem Cast, der zwischen echtem Talent und reiner Beliebigkeit schwankt. Die Geschichte dreht sich erneut um Tessa und Hardin, zwei junge Menschen, die offensichtlich nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander können. Klingt romantisch. Ist es manchmal auch. Aber ob die Besetzung von After Truth diesem Film gerecht wird? Das ist eine andere Frage.
Wer steckt eigentlich hinter diesem Film?
| Schauspieler | Rolle | Episoden / Jahr | Bewertung (1–10) | Kommentar |
|---|---|---|---|---|
| Hero Fiennes Tiffin | Hardin Scott | Film (2021) | 5/10 | Intensiver Blick, wenig Tiefgang |
| Josephine Langford | Tessa Young | Film (2021) | 6/10 | Solide, aber vorhersehbar |
| Dylan Sprouse | Trevor | Film (2021) | 6/10 | Frischer Wind, leider zu kurz eingesetzt |
| Candice King | Kimberly | Film (2021) | 5/10 | Unterforderte Nebenrolle |
| Louise Lombard | Trish Daniels | Film (2021) | 5/10 | Kaum nennenswerte Screentime |
| Karimah Westbrook | Carol Young | Film (2021) | 5/10 | Funktional, aber blass |
| Rob Estes | Ken Scott | Film (2021) | 4/10 | Weitgehend dekorativ |
| Arielle Kebbel | Nathalie | Film (2021) | 5/10 | Zu wenig Raum für mehr |
Hinweis: Das Erscheinungsjahr basiert auf verfügbaren Quellenangaben. Regie führte Roger Kumble.
Zwischen Kompetenz und Komfort-Casting
Man muss ehrlich sein: Die Besetzung von After Truth ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis einer klaren Strategie – bekannte Gesichter aus der ersten Filmreihe weiterhin besetzen, ein paar frische Darsteller dazumischen, und hoffen, dass die Fangemeinde mitspielt. Das Ergebnis ist ein Cast, der auf dem Papier funktioniert, auf der Leinwand jedoch oft hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Regisseur Roger Kumble hat hier wenig Neues gewagt. Das Drehbuch lässt den Schauspielern wenig Spielraum, und man merkt das.
Die Produktion hat offensichtlich auf Sicherheit gesetzt: Warum Risiken eingehen, wenn die Zielgruppe ohnehin kommt? Das ist nachvollziehbar aus wirtschaftlicher Sicht – aber es macht keinen guten Film.
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Fiennes Tiffin und Langford: Viel Blick, wenig Botschaft
Hero Fiennes Tiffin als Hardin
Hero Fiennes Tiffin als Hardin – er schaut, er schweigt, er leidet. Schön. Aber nach drei Filmen fragt man sich: Kann er auch etwas anderes? Fiennes Tiffin hat diesen dunklen, introvertierten Charme, der für Hardin notwendig ist. Das stimmt. Doch die Rolle fordert ihn nicht heraus, und er fordert sich offensichtlich auch selbst nicht.
Josephine Langford als Tessa
Josephine Langford als Tessa ist die eigentliche Trägerin des Films. Sie hat mehr Nuancen als ihr Gegenüber, mehr Ausdruck, mehr emotionale Bandbreite. Wenn der Film funktioniert, dann oft wegen ihr – nicht trotz ihr. Dennoch: Auch sie ist gefangen im Muster dieser Romanze, die sich endlos im Kreis dreht.
Die Chemie zwischen beiden ist real – das lässt sich nicht wegdiskutieren. Ob das jedoch Talent ist oder schlicht das Ergebnis von drei gemeinsamen Filmen, sei dahingestellt.
Bewertung Hauptdarsteller: 5,5/10
Randerscheinungen mit Potenzial – das nicht genutzt wird
Dylan Sprouse als Trevor
Und dann ist da Dylan Sprouse als Trevor. Sprouse ist der interessanteste Neuzugang in der Besetzung, und das sagt einiges – sowohl über ihn als auch über den Rest des Casts. Er bringt eine Leichtigkeit mit, die dem Film gut täte, wenn man ihn mehr einsetzen würde. Stattdessen verkommt seine Rolle zur Nebenfigur mit begrenzter Funktion.
Candice King als Kimberly
Candice King als Kimberly ist eine weitere bekannte Schauspielerin, die hier unter ihrem Niveau agiert. Wer sie aus anderen Produktionen kennt, weiß, dass mehr in ihr steckt. Hier ist sie vor allem: anwesend.
Die übrigen Nebenrollen
Louise Lombard, Karimah Westbrook, Rob Estes – sie alle erfüllen ihren Zweck, mehr nicht. Sie sind das Fundament, auf dem die Hauptfiguren stehen, aber niemand von ihnen bekommt genug Raum, um wirklich zu glänzen. Schade. Verschwendetes Potenzial auf der ganzen Linie.
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Immer wieder dieselben Gesichter – eine Bestandsaufnahme
Ein Blick auf die Filmografie der Beteiligten zeigt: Hero Fiennes Tiffin und Josephine Langford sind inzwischen nahezu untrennbar mit der After-Filmreihe verbunden. Das ist einerseits ihr Erfolg – andererseits eine Falle. Typecasting in reinster Form. Beide Schauspieler laufen Gefahr, dauerhaft als Hardin und Tessa wahrgenommen zu werden, ohne dass man sie in anderen Rollen ernst nimmt.
Die Produktion hat das nicht verhindert – im Gegenteil. Warum sollte sie auch? Solange der Stream läuft und die DVD sich verkauft, interessiert das niemanden. Erst wenn die Karriere stockt, wird man sich fragen, ob es klug war, sich so früh so fest zu binden.
Und Roger Kumble als Regisseur? Auch er bleibt innerhalb bekannter Muster. Sein Ansatz ist solide, manchmal sogar geschickt – aber wirklich überraschend ist After Truth unter seiner Führung nie.
Das Gesamtbild: Ein Cast, der mehr verdient hätte
Nimmt man alles zusammen, entsteht ein Bild, das symptomatisch ist für diese Art von Liebesfilm: Die Besetzung von After Truth ist gut genug, um das Publikum zufriedenzustellen – aber nicht gut genug, um wirklich im Gedächtnis zu bleiben. Es gibt Momente echter Emotion, echten Ausdruck, echte Chemie. Und dann gibt es die vielen anderen Momente, in denen der Film einfach abspult, was er abspulen muss.
Das Drama ist vorhanden. Die Romanze funktioniert auf Grundebene. Aber wer hinter die Oberfläche schaut, findet einen Cast, der unter seinem Potenzial bleibt – und eine Produktion, die das offensichtlich in Kauf genommen hat.
Gesamtbewertung Besetzung: 5/10 – Vorhanden, funktional, austauschbar.
Streaming, Stardust und sinkende Ansprüche
Hier muss man das größere Bild betrachten. After Truth ist kein Einzelfall – er ist ein Symptom. Die Streaming-Industrie und das moderne Kinobusiness haben die Qualitätsanforderungen an Schauspieler und Casting schrittweise gesenkt. Was zählt, ist Reichweite: Wer hat wie viele Follower? Wer bringt eine eingeschworene Fangemeinde mit?
Hero Fiennes Tiffin und Josephine Langford sind keine schlechten Schauspieler. Aber ihre Verpflichtung war sicher nicht nur künstlerisch motiviert. Die Anna Todd-Fangemeinde ist groß, laut und treu – und sie kauft DVDs, klickt auf Trailer und streamt wieder und wieder. Das ist die eigentliche Produktionsentscheidung, die hinter der Besetzung von After Truth steckt.
In einer Welt, in der Filmkritik kaum noch Einfluss auf Einspielergebnisse hat, ist das keine Überraschung. Es ist dennoch eine Enttäuschung. Denn Filme wie After Truth könnten mit einem mutigeren Casting und einem ernsthafteren Anspruch tatsächlich mehr sein als angenehme Unterhaltung für eine Zielgruppe, die sowieso schon überzeugt ist.
Der Kinostart lockte das erwartete Publikum. Der Stream läuft. Die Zahlen stimmen. Und das ist, fürchte ich, die einzige Filmkritik, die in diesem Geschäft noch zählt.
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Häufig gestellte Fragen
Wer spielt in After Truth die Hauptrollen?
Die Hauptrollen in After Truth werden von Hero Fiennes Tiffin als Hardin und Josephine Langford als Tessa gespielt. Beide reprisen ihre Rollen aus den Vorgängerfilmen der After-Filmreihe.
Wer ist neu in der Besetzung von After Truth?
Dylan Sprouse stößt als Trevor neu zur Besetzung hinzu und ist damit einer der auffälligsten Neuzugänge im Cast. Seine Rolle bleibt jedoch leider unterentwickelt.
Wer führte bei After Truth Regie?
Regie bei After Truth führte Roger Kumble, der damit einen weiteren Teil der auf Anna Todds Romanen basierenden Filmreihe inszenierte.
Gibt es deutsche Synchronsprecher für After Truth?
Ja, After Truth verfügt über eine deutsche Synchronisation. Die deutschen Synchronsprecher sind in der Synchronkartei verzeichnet, die entsprechende Informationen zur Synchronbesetzung des Films enthält.
Lohnt es sich, After Truth wegen der Besetzung zu schauen?
Wenn man Fan der After-Filmreihe ist, wahrscheinlich schon. Wer jedoch auf der Suche nach schauspielerischen Höchstleistungen ist, wird eher enttäuscht sein. Der Film funktioniert als Romanze, nicht als Schauspielshowcase.
Wo kann man After Truth streamen oder als DVD kaufen?
After Truth ist als Stream auf verschiedenen Plattformen verfügbar und auch als DVD erhältlich. Konkrete Anbieter können sich je nach Region unterscheiden.



