Wer hätte gedacht, dass eine bulgarische Adlige aus dem Jahr 1492 einmal zur beliebtesten Figur einer amerikanischen Teenager-Vampirserie werden würde? Katherine Pierce, bürgerlicher Name Katerina Petrova, ist ohne Zweifel der interessanteste Charakter in The Vampire Diaries – und gleichzeitig ein perfektes Beispiel dafür, wie eine starke Figur eine mittelmäßige Serie zusammenhalten kann. Die Besetzung von Vampire Diaries Katherine ist dabei ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite gibt es echte Momente, die man nicht vergisst. Auf der anderen Seite eine Reihe von Darsteller, die man drei Episoden später schon wieder aus dem Gedächtnis gestrichen hat. Spoiler: Es gibt mehr von Letzterem als man hofft.
Die Besetzung von Vampire Diaries Katherine – viel Durchschnitt, wenig Glanz
Wenn man sich die Besetzung von Vampire Diaries insgesamt ansieht, dann fällt eines sofort auf: The CW hat hier vor allem auf Gesichter gesetzt, die gut aussehen und sich gut verkaufen – nicht unbedingt auf Darsteller, die das Handwerk von innen heraus beherrschen. Das ist kein Geheimnis, das ist Geschäftsmodell.
Die Serie, entwickelt von Kevin Williamson und Julie Plec, startete 2009 und wurde schnell zum Jugendphänomen. Mystic Falls als Setting, Damon Salvatore und Stefan Salvatore als romantische Gegenpole, und mittendrin Elena Gilbert – gespielt von Nina Dobrev – als das ewige Objekt der Begierde. Soweit, so vorhersehbar.
Was die Serie dann aber tatsächlich interessanter gemacht hat, war die Einführung von Katerina Petrova alias Katherine Pierce als Doppelgänger-Figur. Zwei Charaktere, eine Schauspielerin – das klingt nach einer einfachen Lösung für ein zu kleines Budget, entpuppt sich aber als die einzige wirklich mutige Casting-Entscheidung der gesamten Produktion.
Der Rest des Casts? Solide im besten Fall, austauschbar im Normalfall. Paul Wesley als Stefan Salvatore liefert braves TV-Schauspiel ohne große Überraschungen. Ian Somerhalder als Damon lebt von seiner Augenbraue und seinem Smirk – was erstaunlich lange funktioniert, aber eben auch seinen Grenzen hat. Kat Graham als Bonnie Bennett und Candice King als Caroline Forbes füllen ihre Rollen aus, ohne je wirklich zu glänzen.
Kurz gesagt: Die Besetzung von Vampire Diaries Katherine funktioniert, weil eine Person alles trägt. Der Rest ist Dekoration.
Tabelle der Besetzung mit Bewertung
| Schauspieler | Rolle | Bewertung | Kommentar |
|---|---|---|---|
| Nina Dobrev | Katherine Pierce / Elena Gilbert | 8/10 | Trägt die Serie im Alleingang – als Katherine deutlich überzeugender als als Elena |
| Paul Wesley | Stefan Salvatore | 5/10 | Kompetent, aber blutleer – Ironie beabsichtigt |
| Ian Somerhalder | Damon Salvatore | 6/10 | Charismatisch, aber eindimensional – lebt von einer Augenbraue |
| Kat Graham | Bonnie Bennett | 5/10 | Solide, aber die Figur selbst ist unterentwickelt |
| Candice King | Caroline Forbes | 6/10 | Überraschend nuanciert für eine Nebenrolle |
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Die Hauptdarsteller im kritischen Blick
Nina Dobrev – Die Frau, die die Serie rettet
Man muss fair sein: Nina Dobrev ist der Grund, warum die Besetzung von Vampire Diaries Katherine überhaupt funktioniert. Ohne sie würde die gesamte Konstruktion dieser Serie in sich zusammenfallen wie ein schlecht gebautes Kartenhaus.
Dobrev spielt gleich zwei Figuren: Elena Gilbert, die moralisch einwandfreie Protagonistin mit dem Herz aus Gold – und Katerina Petrova, die bulgarische Original-Vampirin, die im 15. Jahrhundert aus Bulgarien floh, zum Vampir wurde und seitdem die Welt manipuliert. Der Unterschied zwischen diesen beiden Charakteren liegt nicht nur im Kostüm oder der Frisur, sondern tatsächlich in Körperhaltung, Sprache, Mimik und Energie.
Als Katherine Pierce ist Dobrev eine andere Person. Wo Elena naiv und reaktiv ist, ist Katherine berechnend, kalt und von einer Selbstsicherheit durchdrungen, die man in der Serie sonst kaum findet. Die Szenen, in denen sie als Doppelgänger-Figur beide Rollen in einer Sequenz spielt, sind handwerklich beeindruckend – vor allem für eine Serie, die in erster Linie für ein Teenagepublikum produziert wurde.
Trotzdem: Man darf nicht vergessen, dass Elena Gilbert als Figur eine der flachsten Hauptcharaktere der Seriengeschichte ist. Und auch Dobrev kann das nicht vollständig retten. Ihre Stärke liegt klar bei Katherine – und das spürt man auch. In Staffeln, in denen Katherine wenig Bildschirmzeit hat, verliert die Serie deutlich an Energie.
Das Casting von Dobrev war eine der klügeren Entscheidungen der Produktion. Ob es wirklich geplant war, so viel auf einer Schulter zu lagern, oder ob es glücklicher Zufall war? Die Welt wird es nie erfahren.
Bewertung: 8/10
Ian Somerhalder – Charisma als Geschäftsmodell
Ian Somerhalder als Damon Salvatore ist das perfekte Beispiel für Typecasting, das trotzdem irgendwie funktioniert. Der Mann hat blaue Augen, Wangenknochen, die man als Waffe einsetzen könnte, und genug Smirk für drei Staffeln. Das reicht in der Welt von The CW offenbar für eine Hauptrolle.
Damon ist als Charakter angelegt als der gefährliche, impulsive, moralisch flexible Gegenentwurf zu seinem Bruder Stefan. Somerhalder spielt das mit einer Art entspannter Arroganz, die anfangs tatsächlich funktioniert. Das Problem: Nach drei, vier Staffeln merkt man, dass es keine zweite Ebene gibt. Was man in Episode eins sieht, sieht man in Episode hundert. Keine Entwicklung, keine Überraschung, keine Tiefe.
Für eine Serie, die von Verlust, Unsterblichkeit und moralischem Verfall handelt, ist das eine verpasste Chance.
Bewertung: 6/10
Paul Wesley – Der langweiligste Vampir der Fernsehgeschichte
Stefan Salvatore ist als Figur dazu verurteilt, der Gute zu sein. Das ist das Drama. Und Paul Wesley spielt dieses Drama mit einer Ernsthaftigkeit, die manchmal schon in Selbstparodie abdriftet.
Wohlgemerkt: Wesley ist kein schlechter Schauspieler. Er ist kompetent, er ist verlässlich, er ist professionell. Aber er ist auch erschreckend vorhersehbar. Stefan leidet – Wesley schaut leidend. Stefan ist schuldig – Wesley schaut schuldig. Stefan liebt – Wesley schaut verliebt. Man könnte meinen, Mimik sei ein Wahlpflichtfach an seiner Schauspielschule gewesen.
In Szenen mit Dobrev als Katherine Pierce wirkt er wie ein Statist, der sich in die falsche Serie verlaufen hat. Der Kontrast ist fast schmerzhaft.
Bewertung: 5/10
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Nebenrollen – solide Arbeit oder reine Füllmasse?
Kat Graham als Bonnie Bennett
Kat Graham hat als Bonnie Bennett die undankbarste Aufgabe der gesamten Serie: Sie ist die beste Freundin, die immer wieder geopfert wird, damit die Hauptfiguren ihre Storylines fortführen können. Figur als Verbrauchsmaterial – das ist keine Seltenheit im amerikanischen Serienfernsehen, aber es macht die Rolle nicht interessanter.
Graham spielt Bonnie mit einer bodenständigen Ernsthaftigkeit, die man respektieren kann. Sie ist nie peinlich, nie übertrieben. Aber sie hat auch nie wirklich Material, mit dem sie arbeiten könnte. Bonnie Bennett ist eine Funktion, kein Charakter – und daran kann auch die beste Schauspielerin nichts ändern.
Bewertung: 5/10
Candice King als Caroline Forbes
Hier die kleine positive Überraschung: Candice King als Caroline Forbes ist tatsächlich besser als die Rolle es verlangt. Caroline beginnt die Serie als oberflächliche, eifersüchtige Mitschülerin – und entwickelt sich im Laufe der Staffeln zu einer der wenigen Figuren mit echter Charakterentwicklung.
King spielt diese Entwicklung mit einer Leichtigkeit, die man ihr ehrlich gesagt nicht zugetraut hätte. In einem Cast voller Eindimensionalität ist Caroline Forbes eine angenehme Ausnahme.
Bewertung: 6/10
Filmografie – und immer wieder das Gleiche?
Nina Dobrev hat nach Vampire Diaries versucht, sich neu zu erfinden – mit mäßigem Erfolg. Ihre Filmkarriere post-Mystic-Falls besteht aus einer Reihe von Komödien und Actionfilmen, die ihr keinen neuen Respekt eingebracht haben. Man erkennt darin das klassische Muster: Eine Schauspielerin, die in einer ikonischen TV-Rolle gefangen bleibt, egal wie sehr sie es versucht zu entkommen.
- Nina Dobrev – Komödien und Actionfilme nach Vampire Diaries, ohne vergleichbare kulturelle Relevanz
- Ian Somerhalder – nach der Serie vor allem durch Aktivismus in der Öffentlichkeit präsent; schauspielerisch überschaubare Weiterentwicklung
- Paul Wesley – ähnliche Versuche, ohne ein Projekt mit gleicher Reichweite wie The Vampire Diaries
Das ist das Schicksal vieler Darsteller aus erfolgreichen Jugendserien: Die Rolle definiert sie, nicht umgekehrt. Und keine Menge Indie-Projekte oder Streaming-Serien ändert das nachträglich.
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Funktioniert die Besetzung wirklich? Eine ehrliche Einschätzung
Die kurze Antwort: Ja – aber aus den falschen Gründen.
Die Besetzung von Vampire Diaries Katherine funktioniert primär, weil Nina Dobrev als Katerina Petrova eine Figur erschaffen hat, die die Serie weit über ihr eigentliches Niveau hebt. Die Doppelgänger-Konstruktion – Elena als reine Seele, Katherine als skrupellose Überlebenskünstlerin – ist eine der wenigen wirklich interessanten erzählerischen Entscheidungen, die The Vampire Diaries getroffen hat. Und Dobrev trägt diese Konstruktion mit einer Überzeugung, die man im restlichen Cast vergeblich sucht.
Die Chemie zwischen den Hauptfiguren ist akzeptabel. Das Dreieck Elena-Stefan-Damon funktioniert als emotionaler Motor der Serie, auch wenn man das Gefühl nicht loswird, dass es schon hundertmal in anderen Formaten besser gemacht wurde. Katherine als destabilisierendes Element in diesem Dreieck ist dramaturgisch clever – und verleiht dem Cast als Ganzem mehr Leben, als er ohne sie hätte.
Aber: Der Cast als Kollektiv ist schwächer als sein stärkstes Glied. Zu viele Figuren bleiben blass, zu viele Darsteller bleiben unter ihrem Potenzial, und zu viele Storylines existieren offensichtlich nur, um Sendezeit zu füllen.
Warum mittelmäßiges Schauspiel heute oft ausreicht
Hier ist die unbequeme Wahrheit, die niemand laut sagen will: In der heutigen Streaming- und Serienlandschaft ist gutes Schauspiel kein Verkaufsargument mehr. Bekannte Gesichter sind es. Binge-Würdigkeit ist es. Nostalgisches IP ist es.
The Vampire Diaries ist ein Produkt seiner Zeit – einer Zeit, in der The CW eine Formel für erfolgreiche Jugenddramaserien perfektioniert hat. Hübsche Menschen, überschaubare Konflikte, genug romantische Spannung für zehn Staffeln, und ein Produktionstempo, das keine Zeit lässt, zu kritisch nachzudenken.
In diesem System reicht mittelmäßiges Schauspiel vollkommen aus. Und was heute auf den großen Streamingplattformen passiert, ist im Grunde das gleiche Prinzip, nur mit größerem Budget und besserem Marketing.
Die Frage ist nicht: Ist der Cast von Vampire Diaries gut? Die Frage ist: Muss er das sein? Und die Antwort des Marktes lautet offensichtlich: Nein.
Das ist nicht ermutigend. Aber es ist ehrlich.
Häufig gestellte Fragen zur Besetzung von Vampire Diaries Katherine
Wer spielt Katherine in Vampire Diaries?
Katherine Pierce – bürgerlicher Name Katerina Petrova – wird von Nina Dobrev gespielt. Dobrev spielt damit sowohl Katherine als auch die Protagonistin Elena Gilbert, beides als Doppelgänger-Charaktere.
Ist Nina Dobrev wirklich so gut wie alle sagen?
Als Katherine Pierce: ja, tatsächlich. Als Elena Gilbert: weniger. Der Unterschied zwischen beiden Rollen zeigt, was Dobrev kann, wenn sie Material bekommt, das sie fordert. Elena ist dünn geschrieben, Katherine nicht – und das sieht man.
Wer ist der schwächste Darsteller in der Besetzung von Vampire Diaries Katherine?
Paul Wesley als Stefan Salvatore ist der am wenigsten überraschende Darsteller des Hauptcasts. Kompetent, aber ohne echte Tiefe. Er ist nie schlecht genug, um herauszustechen – leider auch nie gut genug.
Lohnt sich Vampire Diaries trotz des mittelmäßigen Casts?
Für Fans des Genres: ja. Die ersten vier Staffeln haben echten Unterhaltungswert, vor allem wegen Katherine Pierce als Figur. Wer klassisches Premium-TV-Schauspiel erwartet, ist falsch adressiert.
Warum ist Katherine Pierce so populär?
Weil sie das einzige wirklich vielschichtige Charakter-Konzept der Serie ist. Eine 500 Jahre alte Vampirin aus Bulgarien, die überlebt hat, indem sie alle anderen manipuliert hat – das ist dramaturgisch interessanter als der Rest von Mystic Falls zusammen. Und Nina Dobrev macht das Beste daraus.
Hat Nina Dobrev nach Vampire Diaries noch etwas Sehenswertes gemacht?
Ehrlich gesagt: nichts, das an Katherine Pierce heranreicht. Ihre Karriere nach der Serie besteht aus soliden, aber uninspirierten Projekten. Was bleibt, ist Katerina Petrova. Und das ist mehr, als viele Schauspieler hinterlassen.



