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Besetzung von Der Pate

Die Besetzung von Der Pate umfasst 81 verzeichnete Rollen — Film aus dem Jahr 1972. Die Hauptrollen spielen Marlon Brando (Don Vito Corleone), Al Pacino (Michael Corleone) und James Caan (Sonny Corleone). Regie führte Francis Ford Coppola. In Deutschland läuft Der Pate bei Amazon Prime Video, Paramount Plus und Magenta TV+.

Filmplakat zu Der Pate
Plakat & Szenenbild: TMDB

Film · USA · Drama · Krimi

Der Pate

Amazon Prime VideoParamount PlusMagenta TV+

8,7TMDB23.298 Stimmen

Originaltitel
The Godfather
Kinostart
1972
Laufzeit
175 Minuten
Genre
Drama, Krimi
Produktionsland
USA
Regie
Francis Ford Coppola
Drehbuch
Mario Puzo und Francis Ford Coppola
Kamera
Gordon Willis
Musik
Nino Rota
Produktion
Paramount Pictures und Alfran Productions
Altersfreigabe
FSK 16
Rollen im Cast
81
IMDb
tt0068646

Besetzung von Der Pate: die Hauptrollen

  • Marlon BrandoDon Vito CorleoneMarlon Brando
  • Al PacinoMichael CorleoneAl Pacino
  • James CaanSonny CorleoneJames Caan
  • Robert DuvallTom HagenRobert Duvall
  • Richard S. CastellanoClemenzaRichard S. Castellano
  • Diane KeatonKay AdamsDiane Keaton
  • Talia ShireConnie Corleone RizziTalia Shire
  • Gianni RussoCarlo RizziGianni Russo
  • Sterling HaydenCaptain McCluskeySterling Hayden
  • John MarleyJack WoltzJohn Marley
  • Richard ConteBarziniRichard Conte
  • Al LettieriSollozzoAl Lettieri

Die vollständige Der Pate Besetzung mit allen Nebenrollen steht darunter — insgesamt 81 verzeichnete Darsteller. Wer im Der Pate Cast welche Figur übernimmt, zeigt die Tabelle Rolle für Rolle.

Vollständige Besetzung — 80 von 81 Rollen anzeigen
Rolle Schauspieler
Sal Tessio Abe Vigoda
Fredo Corleone John Cazale
Cuneo Rudy Bond
Johnny Fontane Al Martino
Mama Corleone Morgana King
Luca Brasi Lenny Montana
Paulie Gatto John Martino
Bonasera Salvatore Corsitto
Neri Richard Bright
Moe Greene Alex Rocco
Bruno Tattaglia Tony Giorgio
Nazorine Vito Scotti
Theresa Hagen Tere Livrano
Philip Tattaglia Victor Rendina
Lucy Mancini Jeannie Linero
Sandra Corleone Julie Gregg
Mrs. Clemenza Ardell Sheridan
Apollonia – Sicilian Sequence Simonetta Stefanelli
Fabrizio – Sicilian Sequence Angelo Infanti
Don Tommasino – Sicilian Sequence Corrado Gaipa
Calo – Sicilian Sequence Franco Citti
Vitelli – Sicilian Sequence Saro Urzì
Boy on Street Who Attended Funeral Roman Coppola
Michael Francis Rizzi Sofia Coppola
Don Victor Stracci Don Costello
Extra in Wedding Scene Italia Coppola
Cowboy on the Set at Woltz’s Studio Gray Frederickson
Usher in Bridal Party Ron Gilbert
Cop Outside Hospital Sonny Grosso
Don Zaluchi Louis Guss
Sonny’s Killer #1 Randy Jurgensen
Tony – Stablehand Tony King
Wedding Guest Tony Lip
Sonny’s Bodyguard Joe Lo Grippo
Boy at Wedding Lou Martini Jr.
Corleone Family Member Raymond Martino
Priest at Baptism Joseph Medaglia
Night Nurse Carol Morley
Lou – Sollozzo’s Driver Rick Petrucelli
Drunk Sal Richards
Rocco Lampone Tom Rosqui
Street Extra Frank Sivero
Extra in Wedding Scene Filomena Spagnuolo
Willi Cicci Joe Spinell
Enzo the Baker Gabriele Torrei
Wedding Party Guest Nick Vallelonga
Fruit Vendor Conrad Yama
Hitman Frank Albanese
Policeman Chris Anastasio
Police Officer Outside Hospital John Blower
Extra in Furniture-Moving Scene Max Brandt
Dancer in Wedding Scene Tybee Brascia
Chef Garrett Cassell
Piano Player in Montage Carmine Coppola
Baptism Observer Gian-Carlo Coppola
Crowd Extra Robert Dahdah
Tom Hagen’s Son Richard Fass
Woman Bobra Harris
Wedding Guest Mickey Humm
Toll Booth Collector Merril E. Joels
Mobster at Funeral with Barzini Paul Lambert
Child Dave Moskin
Pallbearer Joe Petrullo
Floral Designer Burt Richards
G.I. Giacomo Rossi Stuart
Mobster at Funeral with Barzini Nino Ruggeri
Bodyguard Palombizio Anthony V.
Extra in Hospital Scene Ron Veto

Wer spielt wen in Der Pate?

  • Don Vito CorleoneMarlon Brando
  • Michael CorleoneAl Pacino
  • Sonny CorleoneJames Caan
  • Tom HagenRobert Duvall
  • ClemenzaRichard S. Castellano
  • Kay AdamsDiane Keaton
  • Connie Corleone RizziTalia Shire
  • Carlo RizziGianni Russo
  • Captain McCluskeySterling Hayden
  • Jack WoltzJohn Marley
  • BarziniRichard Conte
  • SollozzoAl Lettieri

Die Figuren von Der Pate im Überblick

Don Vito Corleone wird von Marlon Brando gespielt. Don Vito Corleone ist die zentrale Figur des Films. Marlon Brando steht auf Brennpunkt24 außerdem in der Besetzung von Der letzte Tango in Paris (1972).

Al Pacino übernimmt die Rolle der Figur Michael Corleone. Michael Corleone steht an zweiter Stelle der Besetzungsliste.

Hinter Sonny Corleone steht James Caan. Sonny Corleone gehört zu den tragenden Rollen.

Robert Duvall ist als Tom Hagen zu sehen.

Clemenza wird von Richard S. Castellano gespielt.

Diane Keaton übernimmt die Rolle der Figur Kay Adams.

Hinter Connie Corleone Rizzi steht Talia Shire.

Gianni Russo ist als Carlo Rizzi zu sehen.

Captain McCluskey wird von Sterling Hayden gespielt.

John Marley übernimmt die Rolle der Figur Jack Woltz.

Stab und Produktion von Der Pate

Aufgabe Name
Regie Francis Ford Coppola
Drehbuch Mario Puzo und Francis Ford Coppola
Vorlage Mario Puzo
Kamera Gordon Willis
Schnitt William Reynolds und Peter Zinner
Musik Nino Rota
Szenenbild Dean Tavoularis
Kostüme Anna Hill Johnstone
Produktion Albert S. Ruddy, Francis Ford Coppola und Robert Evans

Deutsche Synchronsprecher von Der Pate

Die deutsche Fassung entstand bei Berliner Synchron AG Wenzel Lüdecke, Berlin. Dialogbuch: Ottokar Runze, Dr. Michael Nowka · Dialogregie: Dr. Michael Nowka. Verzeichnet sind 27 Sprechrollen; die 25 wichtigsten stehen hier.

Rolle Schauspieler Deutsche Stimme
Don Vito Corleone Marlon Brando Helmut Krauss
Michael Corleone Al Pacino Lutz Mackensy
Tom Hagen Robert Duvall Tom Vogt
Santino ‚Sonny‘ Corleone James Caan Oliver Stritzel
Kay Adams Diane Keaton Traudel Haas
Peter Clemenza Richard S. Castellano Hans-Werner Bussinger
Captain Mark McCluskey Sterling Hayden Bert Franzke
Johnny Fontane Al Martino Martin Umbach
Jack Woltz John Marley Roland Hemmo
Amerigo Bonasera Salvatore Corsitto Eduardo Mulone
Salvadore ‚Sally‘ Tessio Abe Vigoda Engelbert von Nordhausen
Don Emilio Barzini Richard Conte K.Dieter Klebsch
Connie Rizzi Talia Shire Alexandra Marisa Wilcke
Fredo Corleone John Cazale Olaf Reichmann
Virgil Sollozzo, der Türke Al Lettieri Erich Räuker
Al Neri Richard Bright Andreas Hosang
Bruno Tattaglia Tony Giorgio Hans-Jürgen Wolf
Carlo Rizzi Gianni Russo Michael Iwannek
Don Zaluchi Louis Guss Axel Lutter
Krankenschwester Carol Morley Gundi Eberhard
Luca Brasi Lenny Montana Frank Ciazynski
Mama Corleone Morgana King Kerstin Sanders-Dornseif
Moe Greene Alex Rocco Thomas Danneberg
Paulie Gatto John Martino Michael Nowka
Philip Tattaglia Victor Rendina Jochen Schröder

Die Handlung von Der Pate

Don Vito Corleone ist der Kopf einer der einflußreichsten Mafia-Familien New Yorks. Als die anderen Familien der Stadt beschließen, neben Glücksspiel und Schutzgelderpressungen nun auch den Handel mit Drogen als Erwerbsquelle zu nutzen und sich Don Corleone diesem Vorhaben nicht anschließen möchte, wird er zum Ziel eines hinterhältigen Mordanschlags. Nun steht Vitos Sohn Michael in der Verantwortung, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, obwohl er mit den Geschäften der Familie bis dato nichts zu tun haben wollte.

Wo läuft Der Pate?

Der Pate ist in Deutschland im Abo bei Amazon Prime Video, Paramount Plus und Magenta TV+ verfügbar. Das Angebot der Streamingdienste ändert sich laufend — der Stand dieser Übersicht ist der 12.08.2026.

Es gibt Filme, über die man nicht mehr viel sagen muss – und trotzdem redet alle Welt noch immer darüber. Der Pate aus dem Jahr 1972, inszeniert von Regisseur Francis Ford Coppola nach dem Drehbuch von Mario Puzo, gilt als einer der größten Gangsterfilme aller Zeiten. Paramount Pictures, die Corleone-Familie, Mafia, Blut und Macht – das Rezept ist bekannt. Aber wie gut ist die Besetzung von Der Pate wirklich, wenn man sie nicht durch die rosarote Nostalgiebrille betrachtet? Eine genauere Untersuchung fördert eine Antwort zutage, die gemischter ist als die Lobgesänge es vermuten lassen.

Die Besetzung von Der Pate – viel Durchschnitt, wenig Glanz

Man muss fair sein: Die Besetzung von Der Pate ist nicht schlecht. Aber sie ist auch nicht das überirdische Schauspielwunder, das die Filmgeschichtsschreibung uns seit Jahrzehnten verkauft. Was wir hier haben, ist ein Cast, der in weiten Teilen solide Arbeit leistet – und der von ein, zwei wirklich herausragenden Leistungen getragen wird, während der Rest der Schauspieler pflichtbewusst seine Rolle ausfüllt, ohne dabei sonderlich zu überraschen.

Francis Ford Coppola hatte bekanntlich Kämpfe mit dem Studio um die Casting-Entscheidungen. Marlon Brando war Paramounts erster Wahl nicht unbedingt, und Al Pacino galt als riskanter Newcomer. Das ist interessant – denn am Ende sind es genau diese beiden, die den Film überhaupt erst sehenswert machen. Den Rest des Casts hätte man, mit Verlaub, auch anderweitig besetzen können, ohne dass der Film wesentlich schlechter geworden wäre.

Was bei der Besetzung von Der Pate stets leicht irritiert: die Tendenz zum Typecasting bereits in dieser frühen Phase. James Caan als grober Haudegen, Robert Duvall als treuer Verwalter, Diane Keaton als naive Freundin – das sind keine besonders originellen Charakterentscheidungen. Man bedient Klischees und nennt es Charakter. Das Drehbuch von Mario Puzo trägt dazu bei, aber die Darsteller hätten mehr daraus machen können.

Marlon Brando als Vito Corleone

Sprechen wir über die unvermeidliche Legende. Marlon Brando gewann für seine Darstellung des Don Corleone einen Oscar – und weigerte sich bekanntlich, ihn anzunehmen. Schon diese Geste hat mehr Aufmerksamkeit bekommen als manche Schauspielerleistung im Film selbst.

Brandos Darstellung des alternden Mafia-Patriarchen ist zweifellos beeindruckend. Die gedämpfte Stimme, die langsamen Bewegungen, der Blick, der gleichzeitig Müdigkeit und Drohung ausdrückt – das ist Handwerk auf höchstem Niveau. Und doch: Wenn man ehrlich ist, lebt die Figur des Vito Corleone zu einem guten Teil von Brandos äußeren Mitteln. Die gestopften Wangen, die gebeugte Haltung – es ist oft mehr Kostüm als Tiefe. Brando weiß, wie er wirken muss, und er liefert es präzise. Aber ob das wirklich die Seele einer Figur trägt oder nur einen eindrucksvollen Eindruck hinterlässt – das ist eine andere Frage.

Als Don Corleone im Garten mit seinem Enkel spielt und dann stirbt, berührt es. Aber ob man die Figur wirklich kennt oder nur ihre Oberfläche – das bleibt fraglich.

Bewertung: 9/10

Al Pacino als Michael Corleone

Al Pacino ist in den ersten zwanzig Minuten des Films schlicht uninteressant. Das mag gewollt sein – Michael soll ja zunächst der Außenseiter der Corleone-Familie sein, der Kriegsheld, der mit der Mafia nichts zu tun haben will. Aber Pacino löst das mit einer Zurückhaltung, die manchmal an Abwesenheit grenzt.

Dann passiert die Wandlung. Und hier beginnt Pacinos eigentliche Arbeit als Schauspieler. Die Art, wie Michael Corleone langsam in die Finsternis gleitet, wie aus dem Zögernden ein Kalter wird – das ist gut beobachtet und gut gespielt. Pacino trägt diese Entwicklung ohne zu übertreiben. Jedenfalls meistens. Es gibt Momente, besonders gegen Ende, wo man merkt, dass da jemand beginnt, sich seiner eigenen Wirkung bewusst zu werden – ein Tic, der Pacino in späteren Jahren manchmal ins Overacting treibt.

Als Michael trägt Pacino den Film. Als Rolle ist Michael der interessanteste Charakter. Das passt gut zusammen – und das ist nicht selbstverständlich.

Bewertung: 8/10

James Caan als Sonny Corleone

James Caan spielt Sonny Corleone so, wie man Sonny Corleone eben spielt: laut, impulsiv, ein bisschen zu viel. Caan ist ein verlässlicher Schauspieler, der weiß, was er kann – und was er kann, ist dieser Typ. Der hitzköpfige Macher, der schnelle Entscheider, der Mann, der mit den Fäusten denkt. Das ist keine Kritik an Caan persönlich, eher eine Feststellung, dass die Rolle wenig verlangt und Caan wenig mehr liefert.

Die Szene am Mautstellenhäuschen, in der Sonny erschossen wird, ist effektiv – aber mehr wegen der Inszenierung als wegen Caans Schauspiel. Sonny Corleone bleibt eine Funktion der Geschichte, kein wirklich greifbarer Mensch.

Bewertung: 6/10

Robert Duvall als Tom Hagen

Robert Duvall ist, ehrlich gesagt, der heimliche Gewinner unter den Hauptdarstellern. Tom Hagen, der Consigliere der Familie, ist eine schwierige Rolle: Er muss loyal, intelligent und gleichzeitig irgendwie unsichtbar wirken. Duvall schafft das mit bemerkenswert wenig Aufwand. Er ist nie der Lauteste im Raum – und genau deshalb fällt er auf.

Dass Duvall oft übersehen wird, wenn über die Besetzung von Der Pate gesprochen wird, sagt mehr über unser Verhältnis zum lauten Schauspiel aus als über seine Qualität.

Bewertung: 7/10

Diane Keaton als Kay Adams

Und dann ist da Diane Keaton. Kay Adams ist, wie es höflich zu formulieren gilt, eine schlecht geschriebene Rolle. Sie ist weniger Charakter als Requisite. Das naive Mädchen von außerhalb, das nicht versteht, in welche Familie sie hineingeheiratet hat – es ist ein Klischee, das das Drehbuch von Mario Puzo mit einiger Sorglosigkeit bedient.

Keaton tut, was man von ihr verlangt: Sie wirkt naiv, verwirrt, verliebt. Das macht sie ordentlich. Aber die Figur der Kay Adams gibt ihr kaum Raum, wirklich zu spielen. Keaton ist besser als ihre Rolle – und das ist kein Kompliment an die Produktion.

Bewertung: 5/10

Nebenrollen – solide Arbeit oder reine Füllmasse?

Die Nebenrollen der Besetzung von Der Pate sind, gelinde gesagt, unterschiedlich. Es gibt einige, die im Gedächtnis bleiben, und andere, die man vergessen hat, bevor man das Kino verlässt.

Talia Shire als Connie Corleone hat wenig Spielraum. Ihre Figur ist im Wesentlichen das leidende weibliche Element der Geschichte – sie wird geschlagen, gedemütigt, und am Ende steht sie als Opfer da. Shire macht das handwerklich solide, aber die Figur selbst ist erschreckend dünn. Erst in den späteren Teilen der Trilogie – insbesondere in Der Pate – Teil II – bekommt sie etwas mehr Substanz.

John Cazale als Fredo Corleone ist bemerkenswert. Nicht weil die Rolle viel verlangt, sondern weil Cazale aus wenig so viel macht. Fredo ist der schwache Bruder, der Überforderte, der Versager – und Cazale spielt diese Schwäche mit einer leisen Würde, die berührt. Schade, dass die Figur in diesem ersten Teil kaum gefordert wird.

Abe Vigoda als Sal Tessio ist eine dieser Rollen, die hauptsächlich durch Atmosphäre funktionieren. Vigoda schaut finster drein, er sagt seine Zeilen, und er fügt sich gut in das Ensemble ein. Mehr ist nicht zu sagen. Sterling Hayden als korrupter Polizist Captain McCluskey ist eindimensional böse – das verlangt die Szene, das liefert Hayden.

Richard Castellano als Peter Clemenza sorgt für die wenigen humorvollen Momente des Films – „Leave the gun. Take the cannoli“ ist längst Kinomythos. Ob das an Castellanos Spiel oder an Puzos Drehbuch liegt, sei dahingestellt.

Insgesamt gilt für die Nebenrollen der Besetzung von Der Pate: solide Handwerksarbeit, gelegentliche Überraschungen, wenig echte Glanzpunkte.

Filmografie – und immer wieder das Gleiche?

Es lohnt sich, kurz auf die Filmografien der Hauptdarsteller zu schauen – denn hier zeigt sich ein Muster, das schon immer leicht irritiert hat.

Marlon Brando

  • Straßenbahnlinie Désirée
  • Der Wilde
  • Der Pate (1972) – Die Rolle des Don Corleone wurde zu einem Schatten, der Brando begleitete, ob er wollte oder nicht.

Al Pacino

  • Der Pate (1972)
  • Scarface
  • Heat

Pacino hat nach Der Pate eine bemerkenswerte Karriere hingelegt – und dabei immer wieder denselben Typ gespielt: den Mann, der langsam die Kontrolle verliert. Man liebt Pacino, aber überraschend ist er selten.

James Caan

  • Der Pate (1972)

Caan wurde nach Sonny Corleone zum ewigen Rauen-Mann-Typ des amerikanischen Kinos. Sein späteres Werk bestätigt das Typecasting, das in Der Pate begann.

Diane Keaton

  • Der Pate (1972)

Keaton entwickelte sich nach Der Pate zu einer der interessanteren Schauspielerinnen ihrer Generation – Woody Allens Muse, komödiantisches Talent. Was zeigt: Die Rolle der Kay Adams hat ihr eher geschadet als genutzt.

Robert Duvall

  • Der Pate (1972)

Duvall blieb das, was er in Der Pate war: verlässlich, unterschätzt, immer gut. Auch das ist, wenn man so will, eine Form von Typecasting – wenn auch eine angenehmere.

Funktioniert die Besetzung wirklich? Eine ehrliche Einschätzung

Ja – aber nicht aus den Gründen, die man gemeinhin anführt.

Die Besetzung von Der Pate funktioniert, weil Marlon Brando und Al Pacino den Film tragen, während der Rest des Casts eine solide, wenn auch wenig aufregende Hintergrundarbeit leistet. Die Chemie zwischen den Darstellern wirkt glaubwürdig – die Corleone-Familie fühlt sich wie eine Familie an, was keine Selbstverständlichkeit ist. Francis Ford Coppola hat sicherlich an der Gruppenchemie gearbeitet, und das zahlt sich aus.

Was stört: Man hat das Gefühl, dass einige Figuren nur existieren, um Handlungsfunktionen zu erfüllen. Kay Adams ist die naive Außenstehende. Connie ist die leidende Schwester. Fredo ist der schwache Bruder. Das sind keine Charaktere, das sind Schablonen. Und das Cast kann daran nur begrenzt etwas ändern, wenn das Drehbuch es nicht vorsieht.

Die Kameraarbeit von Gordon Willis – düster, schattig, fast klaustrophobisch – und die Filmmusik von Nino Rota tragen mehr zur Atmosphäre bei als mancher Darsteller. Das sollte man ruhig einmal laut sagen.

Trotzdem: Als Ensemble funktioniert die Besetzung von Der Pate gut genug, um den Film zu tragen. Mehr als gut genug. Aber das Meisterwerk-Label hat den kritischen Blick auf die Einzelleistungen über Jahrzehnte vernebelt.

Warum mittelmäßiges Schauspiel heute oft ausreicht

Der Pate stammt aus einer Zeit, in der Kino noch ein Ereignis war. Heute – im Zeitalter von Streaming-Plattformen, Netflix-Produktionen und Apple TV+ – sind die Maßstäbe anders. Nicht unbedingt schlechter, aber anders.

Was an der heutigen Schauspiellandschaft besorgt: Bekannte Gesichter ersetzen echte Leistung. Wenn ein Name auf dem Poster steht, wird das Publikum schon kommen. Der Anreiz, wirklich zu überraschen, ist geringer geworden. Bei der Besetzung von Der Pate gab es noch den Druck, im Kino – vor echtem Publikum – zu bestehen. Heute kann man sich auf Algorithmen verlassen.

Außerdem: Typecasting ist im Streaming-Zeitalter geradezu industrialisiert worden. Man nimmt, wen man kennt, für das, was man von ihm erwartet. Das ist effizient. Aber es ist auch kulturell arm.

Der Pate hatte mit Brando und Pacino zwei Darsteller, die das System sprengten – zumindest teilweise. Das ist heute seltener. Nicht unmöglich, aber seltener. Und das ist ein Verlust, über den man ruhig nachdenken sollte.

Weitere Besetzungen auf Brennpunkt24

Häufige Fragen zur Besetzung von Der Pate

Wer spielt Don Vito Corleone in Der Pate?

Don Vito Corleone wird von Marlon Brando gespielt.

Wer spielt Michael Corleone in Der Pate?

Michael Corleone wird von Al Pacino gespielt.

Wer spielt Sonny Corleone in Der Pate?

Sonny Corleone wird von James Caan gespielt.

Wer spielt Tom Hagen in Der Pate?

Tom Hagen wird von Robert Duvall gespielt.

Wie viele Schauspieler hat Der Pate?

Für Der Pate sind 81 Rollen verzeichnet. Die zentralen Rollen spielen Marlon Brando, Al Pacino und James Caan.

Wer führte bei Der Pate Regie?

Regie führte Francis Ford Coppola. Das Drehbuch schrieben Mario Puzo und Francis Ford Coppola.

Wo kann man Der Pate streamen?

In Deutschland läuft Der Pate im Abo bei Amazon Prime Video, Paramount Plus und Magenta TV+.

Wer spricht Don Vito Corleone in der deutschen Fassung von Der Pate?

Don Vito Corleone wird in der deutschen Synchronfassung von Helmut Krauss gesprochen. Im Original spielt Marlon Brando die Rolle.

Wer spricht Michael Corleone in der deutschen Fassung von Der Pate?

Michael Corleone wird in der deutschen Synchronfassung von Lutz Mackensy gesprochen. Im Original spielt Al Pacino die Rolle.

Wer spricht Tom Hagen in der deutschen Fassung von Der Pate?

Tom Hagen wird in der deutschen Synchronfassung von Tom Vogt gesprochen. Im Original spielt Robert Duvall die Rolle.

Besetzung, Stab und Werkdaten stammen aus der TMDB-Datenbank und wurden am 12.08.2026 geprüft. Die Angaben zur deutschen Synchronfassung stammen aus der Deutschen Synchronkartei. Die Einschätzungen im Textteil sind die Meinung der Redaktion.

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